Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Wahlkampfanalyse sowie Informationen zu den Tuttlinger Energiegesprächen.
Konrad Wachter, der Vorsitzende der Tuttlinger CDU, brachte es auf den Punkt: die CDU hat im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen mit einem der besten Landesergebnisse abgeschnitten und im Vergleich zur letzten Landtagswahl sogar zugelegt. Dagegen haben die Grünen, entgegen dem landesweiten Trend, eines der schlechtesten Wahlergebnisse im Land erzielt. Das zeigt, dass die Menschen in unserem Wahlkreis großes Vertrauen in unsere Partei und vor allem unseren Landtagskandidaten Guido Wolf setzen.
Man müsse jedoch den Ausgang der Wahl und den Verlauf des Wahlkampfs selbstkritisch analysieren und daraus entsprechende Schlüsse ziehen, so Wachter weiter. Der CDU Vorstand ist sich einig, dass man sich gerade jetzt die Zeit nehmen müsse, um eine Neuausrichtung personell und inhaltlich so zu gestalten, dass wir die Bürgerinnen und Bürger erreichen und vor allem in Entscheidungsfindungen einbinden. Dies erreicht man nach der Meinung der Tuttlinger CDU aber nur, wenn an der Parteispitze des Landes Zeichen gesetzt werden und ein Neustart mit unverbrauchten Köpfen gelingt. Der CDU Stadtverband Tuttlingen blickt daher mit Interesse auf den Besuch von Thomas Strobl Anfang Mai in Tuttlingen, steht aber voll und ganz hinter der Kritik des CDU Kreisvorsitzenden Tobias Schumacher, was die Wahl des neuen Landesvorsitzenden anlangt.
CDU informiert sich über Tuttlinger Energiegespräche
Ein Kurzreferat von Vorstandsmitglied Jochen Stein, Abteilungsleiter bei den Stadtwerken Tuttlingen, gab einen Einblick in die Ergebnisse der Tuttlinger Energiegespräche mit Schwerpunkt Windenergie und dem Ausbau des Nahwärmenetzes in der Kernstadt. Bis 2025 soll der Tuttlinger Strommix zu 50 Prozent aus erneuerbaren Energien bestehen. Hierfür wurden ökologische und ökonomische Gesichtspunkte berücksichtigt. Anhand eines Windatlas konnten Standorte im Kreis Tuttlingen aufgezeigt werden, die derzeit bei den Stadtwerken geprüft werden.
Der CDU Stadtverband wird sich zeitnah in einer Klausur mit diesem Thema befassen. Geplant ist auch, gemeinsam mit der CDU Stadtratsfraktion Kraftwerke auf Basis erneuerbarer Energien zu besichtigen.
Konrad Wachter machte dabei aber deutlich, dass die CDU die Kernenergie schon länger als Brückentechnologie sehe und sich für den Ausbau erneuerbarer Energien eingesetzt habe. Die schrecklichen Ereignisse in Fukushima haben aber deutlich gemacht, dass es ein „weiter so“ nicht geben könne und man jetzt die Energiepolitik neu überdenken müsse. Deutschland spiele jetzt beim Ausstieg aus der Kernenergie eine Vorreiterrolle. Inwieweit dies realisierbar und bezahlbar sei, werde sich zeigen. Die CDU wolle sich auf jeden Fall intensiv mit der Energiepolitik beschäftigen.




