Über die Vermittlung der Tuttlinger Stadtwerke besuchten Gemeinderatsfraktion und Stadtverband der CDU die Windkraftanlagen der „regiowind“ am Schauinsland bei Freiburg i. Br. Am Westhang des Schwarzwalds unterhält dieses Unternehmen seit 2003 6 „Mühlen“ mit einer Gesamtleistung von 10,8 MW. Bei einer Nabenhöhe der Betontürme von 98 m beträgt der Rotordurchmesser 70 m. Weithin sichtbar ragen die Rotoren über die Wälder am Rosskopf und Schauinsland.
Die Besichtigung der Anlagen und die Information durch Herrn Dr. Pesch von „regiowind“ und Herrn Mayer von den SWT machten Nutzen und Problematik dieser Energieform für unsere Region deutlich. Heutige Windkraftanlagen besitzen eine noch deutlich größere Dimension: Nabenhöhe von 150 m und mehr mit Einzelleistungen bis 10 MW. Entscheidend ist letztlich die Luftbewegung, die wiederum höhenabhängig ist.
Der kürzlich veröffentlichte Windatlas weist für die Region um Tuttlingen nur wenige geeignete Standorte auf. Durch die Flugplatz-Situation in Neuhausen o. E. fallen einige dieser Standorte aus. Interkommunale Kommunikation und Kooperation sind hier gefragt unter fachkundiger Leitung.
Letztlich ist örtlich ein Mix der verschiedenen regenerativen Energieformen notwendig (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Geothermie). Der lokalen Wertschöpfung kommt dabei eine große Bedeutung zu.
Nach dem Besuch von Biogasanlagen in landwirtschaftlichen Betrieben auf Tuttlinger Gemarkung am Witthoh und der Information zur Windenergie vor Ort am Schauinsland planen CDU-Stadtratsfraktion und –Stadtverband im September eine Informationsfahrt zur Wasserenergie im Südschwarzwald und am Hochrhein.




